Interview: Nick & Lee in "The Creaking Door" [deu - 27/4/15]

Am 27. April wurden Nick und sein Freund und Kollege Lee Kirkland von Tim Ellis und Brad Blair für deren paranormale Radioshow „The Creaking Door“ interviewt. Wir haben es für euch niedergeschrieben und übersetzt, aber ihr könnt es euch anhören indem ihr hier klickt.

 

„Tim Ellis: […] Brad [Blair] und ich sind sehr erfreut die Gäste dieser Folge von „The Creaking Door“ begrüßen zu dürfen. Zwei Gäste sind dieses Mal mit dabei. Diese beiden Gentlemen werdet ihr im August bei uns auf der 6. Jährlichen Michigan Paranormal Convention sehen. Wir heißen Lee Kirkland und Mr. Nick Groff herzlich willkommen. Gentlemen, vielen Dank dafür, dass Sie diese Episode von „The Creaking Door“ hier sind.

 

Nick: Danke sehr!

 

Lee: Ich bin froh hier sein zu dürfen.

 

T: […] Was macht ihr momentan um die Langeweile fernzuhalten? Denn, Nick, ich weiß du bist gerade auf Tour, die den ganzen Sommer lang durchgehen soll. Keine Pause für euch, Leute.

 

N: Richtig, wir reisen gerade durch ganz Amerika. Wir haben Pausen an heimgesuchten Orten gemacht, an denen ich persönlich Erfahrungen gemacht habe. Nur diese mal, nehmen wir Leute auf unsere Untersuchungen mit. In Kentucky, Wilder bei Bobby Mackey’s Music World waren wir zu Besuch mit einem ausverkauften Event. Sogar ein paar Skeptiker, die mit dabei waren, waren von einigen der Ergebnisse überrascht. Danach waren wir bei der Mansfield Reformatory. Dort hatten wir ein weiteres komplett ausverkauftes Event. Auch bei den Ashmore Estates in Illinois, wo wir eine Schattenfigur, die mir in einen anderen Raum gefolgt ist, aufgenommen haben hatten wir eine Veranstaltung. Dort habe ich auch eine Stimme auf meinen digitalen Rekorder aufgenommen. Wir untersuchen jedes Beweisstück und es war großartig bis jetzt. Die Leute waren hin und weg. Es war einfach großartig mit anderen Leuten zu kommunizieren und über ihre Erfahrungen zu hören.

 

T: Das ist fantastisch, Nick. Ich habe dein Event in Mansfield auf Social Media mitverfolgt. Einer deiner Gäste wurde tatsächlich von einem Geist angegriffen?

 

N: Ja, Greg [Newkirk]! Und ich hatte keine Ahnung davon bis zum Ende der Untersuchung, um etwa 4 Uhr morgens. Wir haben uns einfach in der Haupthalle wiederversammelt und da habe ich ihn gesehen. Dieser Typ war eher skeptisch, logisch-denkend, I habe noch nie vorher so etwas aus seinem Mund gehört. Er hat einfach alles widerlegt und versucht nicht voreilige Schlüsse zu ziehen. Und da sagt er plötzlich: „Ich wurde gekratzt!“. Ich daraufhin nur: „Veräppelst du mich?“. Ich dachte er würde nur scherzen, wusste nicht was ich sagen soll. Wir waren müde, es war 4 Uhr morgens und wir hatten großartige Beweise in dem Zellentrakt, in dem ich war, gefunden und dieses Ereignis hat in einem völlig anderen Gebäudeteil stattgefunden. Er hat sein T-Shirt hochgezogen und ich sagte: „Oh mein Gott! Du wurdest wirklich gekratzt!“. Er ist mit mir auf die Bühne gekommen und hat hundert Menschen die Kratzer auf seinem Rücken gezeigt. Er hat diesen großartigen Artikel, den ihr gesehen habt, geschrieben, in dem er über die Erlebnisse, die er und Dana hatten, redet.

 

T: Ja, seine Bilder sind beeindruckend. Ich weiß noch, dass sie gleich meine Aufmerksamkeit erregten als sie zum ersten Mal auf Facebook auftauchten. Ich musste einfach den Artikel lesen und dachte nur: „Wow, das ist ziemlich überzeugendes Material!“. Nick, in der Vergangenheit warst du schon an einigen großartigen Orten und dir sind schon einige Dinge passiert. Ich meine, das erste Mal wenn du von so etwas berührt wirst, es ist eine Berührung von etwas, das man nicht sehen kann, verändert dein gesamtes Leben. Es ist irgendwie verstörend.

 

N: Das tut es absolut. Es trifft einem unvorbereitet, und wenn man es am wenigsten erwartet, besonders wenn man in völliger Dunkelheit ist. Egal, wer man ist und wie hart du bist, es dich erschrecken. Es braucht viel, um mir Angst einzujagen, aber wenn diese Zwischenfälle passieren, und man nicht weiß, was zum Teufel es ist, das einem tatsächlich berührt... Wenn dieses Gefühl der Berührung durch den Körper läuft, erschreckt es einem und man bekommt Angst in diesem Moment. Ich bin an Orten auf der ganzen Welt gewesen und habe sehr schreckliche, tiefgreifende Erfahrungen gemacht. Bis zu dem Punkt, wo es mein Bewusstsein öffnet und ich noch mehr auf der Suche nach Antworten bin. Also versuche ich nun wissenschaftliche Erklärungen dahinter zu stellen. Vielleicht ist es einfach etwas, dass wir bis jetzt noch nicht entdeckt haben. Ich glaube wirklich an Energie. Ich glaube, dass, wenn wir an einem Ort, an dem noch immense Energie haftet, negative und positive, gehen, magnetisiert das diese Energie und möglicherweise noch etwas viel Unheimlicheres. Wir wissen, was das Gefängnis bringt. Man hat Mörder und all diese verrückten Menschen, die einst dort lebten. Tatsache ist, dass wir alle eines Tages sterben werden, egal, an was wir glauben. Und wir produzieren Energie, Energie, die nicht zerstört werden kann. Das ist also die Energie, die an diesen Orten vorhanden ist, sie ist intelligent und entwickelt sich stets fort.

 

T: Was siehst du als das verstörendste Ereignis, über das du in all deinen Jahren als paranormaler Forscher gestolpert bist?

 

N: Na ja, da gibt es schon unzählige Instanzen. Ich zähle nicht wirklich alle meine persönlichen Erfahrungen, die mich wirklich getroffen haben. Ich denke, viele übernatürliche Ereignisse, die wir nicht wirklich erklären können, geschehen. Von Dingen, die sich von selbst bewegen bis hin zu Menschen, die gekratzt oder geschlagen werden. Persönlich fühlte ich mich einmal durch eine negative Energie übernommen und ich wurde einfach irgendwie ohnmächtig. Das war ein wirklich mächtiges Gefühl, weil ich nie wirklich geglaubt habe, dass Dinge einem zu so einem Grad beeinflussen können. Ich hatte dieses starke Gefühl, vielleicht habe ich mein Bewusstsein ein wenig weiter geöffnet. Aber es gab eine Menge von verschiedenen Orten, an denen ich tiefgründige Dinge erlebt habe.

 

T: Ich stimme dir zu, Nick. Brad und ich führen durchaus einige Gespräche und den Großteil der Zeit konzentrieren wir uns auf die Energie, die vom physischen Körper zurückbleibt und, wie du gesagt hast, wenn diese Energie innerhalb von Mauern eingeschlossen ist, wie ein Gefängnis, etwas dass mit negativer Energie gefüllt, ist es fast so, als wäre es der " Schneeballeffekt". Wenn diese Energie immer und immer wieder in einer negativen Umgebung umherkreist, könnte sie auch in dieser Hinsicht wachsen. Und sie wird immer größer auf der negativen Seite der Dinge.

 

N: Ich euch voll und ganz zu. Und genau das ist es, was ich persönlich suche und auch untersuche. Als ich noch unerfahren war, habe ich all diese Dinge nicht wirklich verstanden. Schon als ich klein war, war ich vom Übernatürlichen fasziniert. Und möglicherweise haben mich einige meiner vergangen Erfahrungen auf den Pfad, den ich heute gehe, geführt. Wie wir wissen kann Energie nicht zerstört werden. Wir wissen, dass wir Energie produzieren und dass Energie überall um uns herum ist. Also wer kann schon sicher sagen, dass sich diese Energie nicht zu etwas dunkleren weiterentwickeln kann, wie in diesem „Schneeballeffekt“? Insbesondere an solchen, wie Gefängnisse oder psychischen Anstalten, wo schlimme Dinge geschehen sind.

 

T: Genau. Also vermute ich, dass dich dieser Glaube dazu geführt hat die Serie „Ghost Stalkers“ zu schaffen. Um eine etwas mehr wissenschaftliche Ansicht an dieses Thema heranzubringen? 

 

N: Ja. Ich liebe die Isolation, jemanden ganz individuell jagen, nur mit sich selbst, und einfach sehen, wie sich die Nacht entwickelt. Etwas passiert, vielleicht eine Art dimensionaler Dinge, die wir noch nicht ganz verstehen oder entdeckt haben. Also, lasst uns das genauer untersuchen. Ich war einfach neugierig auf diese Ansicht der Dinge.

 

T: Und welche großartige Person kann man in dieses Szenario stecken? John Tenney! *lacht*

 

N: Ich liebe ihn. Er ist großartig. Ein bemerkenswerter Mensch und extrem schlau. Ich persönlich habe viel von ihm gelernt. Er hat das nun schon für 27 Jahre gemacht, wie er mir erzählt hat. Es ist also so, als ob dich einfach nur mit ihm zu reden auf eine völlig andere Ebene bringt, denn er ist gleichzeitig auch sehr skeptisch, was mir wirklich sehr gefällt. Es ist super eine tatsächliche Unterhaltung mit ihm zu führen. Er ist total zurückgelassen und man kann mit ihm einfach über Dinge reden. Gleichzeitig kommt man sich aber wie ein Idiot vor, wenn man ihn nicht gleich versteht. *lacht*

 

T: Wie du gesagt hast, John ist manchmal schon etwas zu schlau, aber er ist großartig wenn man sich einfach hinsetzt und mit ihm redet.

 

N: Absolut, ja! Er ist ein großartiger Mensch!

 

T: Ja. Und er wird, natürlich, im August auch hier sein für die Paranormal Convention. Genau genommen, im ersten Jahr warst du hier bei uns, Nick. Du konntest aber nur für einen Tag bleiben, deswegen waren wir sehr aufgeregt darüber dich dieses Jahr wieder dabei zu haben, dieses Mal für das ganze Wochenende. Deine Fans sind VERRÜCKT geworden, als sie erfahren haben, dass du nach Michigan kommst.

 

N: Wunderbar! Wisst ihr, ich liebe es mit Leuten zu kommunizieren und das ist auch der Grund dafür, warum ich, Lee und jeder von uns begonnen hat zu tun, was wir machen. Ich liebe es, wenn Menschen anfangen über ihre eigenen Erlebnisse zu berichten, denn ich lerne dabei auch etwas. Und ich treffe Menschen, das habe ich einfach gern, ich bin ein sehr sozialer Mensch. Mir gefällt es einfach durchs Leben durchzugehen. Das Leben ist kurz, richtig? Also warum nicht versuchen herauszufinden, was mit uns geschieht, nachdem wir sterben? Ich weiß es klingt dunkel, aber es ist ein sehr realistisches Thema und genau deswegen machen wir diese Veranstaltungen und ich gehe dahin. Ich kann es kaum erwarten euch alle wieder zu sehen und alle von diesem Teil des Landes kennenzulernen.

 

T: Also, Lee, du bist der Mann hinter den Szenen von The Nick Groff Tour. Du hast geholfen all das zu starten. Wie kompliziert ist es, so viele Menschen in eine organisierte Geistertour hineinzubringen? Ich weiß ihr hattet einige große Events und ihr habt einige weitere geplant. Also erzähl uns doch mehr Details über die Tour.

 

L: Naja, ich wünschte ich könnte sagen, dass ich alles selbst mache, aber natürlich sind meine Frau Jennifer Kirkland und Jeff Waldridge auch dabei. Wir haben viele Erfahrungen darin, solche Events auf die Beine zu stellen. Wie kamen alle vom Scarefest in Lexington und dort haben wir auch Nick vor 8 Jahren getroffen, wir wurden Freunde. Eines Tages sagten wir einfach: „Hey, versuchen wir das!“ und so haben wir mit brainstorming angefangen, haben einige Orts ausgesucht und haben es alles zur Realität gemacht. Einige der Standorte waren überraschend, wie Nick über das Ashmore sagte. Ich hätte nie erwartet, dass dieser Ort so aktiv sein würde. Wisst ihr, mit hundert Menschen vor Ort, hatten wir einige verrückte Erlebnisse. Wenn man mit 15, 20, 25 Leuten eine Untersuchung durchführt, wie Nick bestätigt hat, bekommt man mit höherer Wahrscheinlichkeit intelligentere Antworten. Und ich liebe es. Am Beginn der Events, wenn Nick mit den Teilnehmern spricht, fragt er: „Wie viele von euch waren noch nie Teil einer paranormalen Untersuchung?“ und die Anzahl der gehobenen Hände ist überraschend. Und diese Leute lieben solche Events. Es ist fantastisch die Fans dabei zu sehen gemeinsam mit Nick an diesen Orten zu untersuchen.

 

T: Lee, ich denke du hast etwas Interessantes angesprochen. Wie ihr, haben Brad und ich das nun schon für 15, 20 Jahre gemacht. Wir waren schon als Kinder davon fasziniert, darauf hinzulaufen anstatt davon wegzulaufen und verängstigt zu sein. Aber da draußen gibt es so viele Menschen, die keine Chance bekommen, solche Erfahrungen zu machen. Und ich denke, wir nehmen es als selbstverständlich, da wir es nun schon jahrelang gemacht haben vergessen wir, dass es immer noch so viele Menschen gibt, die keine Möglichkeit dazu haben. Und genau deswegen lieben sie solche Events wie ihr sie macht.

 

L: Absolut. Wie ich sagte, am Beginn eines Events fragt Nick: „Wie viele von euch haben so etwas noch nie gemacht?“. Ich schätze, dass in etwa 50% der Anwesenden ihre Hand heben. Ich habe das nun schon seit langer Zeit gemacht und ich liebe es jemanden bei seiner ersten Erfahrung zu beobachten. Um genau zu sein hatten wir vor kurzem eine junge Frau in Mansfield. Sie sagte, dass etwas ihre Hand berührt hat und Nick fragte auf dem Rekorder: „Hast du ihre Hand berührt?“, dann hat er die Frau angesehen und gesagt: „Warum fragst du ihn nicht?“. Und die Frau sagte:“Hast du meine Hand berührt?“. Als wir uns das Aufgenommene anhörten, kam ein „Nein.“ zuerst auf Nicks Frage und dann, nachdem die junge Frau ihre Frage gestellt hatte noch einmal die Antwort: „Ich habe sie nicht berührt.“. Als die junge Frau das hörte war sie stolz auf sich selbst, da sie noch nie zuvor selbst die Erfahrung einer Berührung gemacht hatte. Und um auf Greg, der gekratzt wurde, zurückzukommen. Er sagte, dass es das erste Mal nach 20 Jahren Forschung war, dass ihm so etwas passiert ist. Er war ein Skeptiker noch dazu, es war ein großartiges Erlebnis. Sein Leben hat sich auf ewig verändert. Und wir lieben es einfach, den Menschen die Chance zu geben, solche Erfahrungen zu machen.

 

T: Ich weiß nicht, wie es für euch ist, aber für mich persönlich ist nichts mit dem Gefühl, das man bekommt, wenn man eine intelligente Antwort auf einem EVP bekommt, zu vergleichen. Wenn ihr Golf spielt, wisst ihr vielleicht wovon ich rede. Es ist wie, wenn man diesen einen Schlag macht, der perfekt trifft. Du bekommst diese intelligente Antwort auf EVP und es ist dasselbe Gefühl. Du bist davon eingenommen und es erinnert dich daran, warum du tust, was du tust.

 

N: Ja, absolut! Eine unbezahlbare Erfahrung, die ich niemals vergessen werde sind die Reaktionen aller Leute um mich herum, wenn ich eine EVP-Aufnahme mache. Denn ich weiß, was ich erlebe. Ich weiß was ich bekomme, ich habe das nun schon lange genug gemacht, um es zu verstehen. Ich meine, es überrascht mich immer wieder, all diese Antworten zu bekommen, ich bekomme immer noch diese Gefühle, den Adrenalinkick…aber es ist die Reaktion der Anderen, die das auslösen. Das Großartige ist außerdem, dass wir diese paar Skeptiker unter uns hatten. Sie sagen nicht Dinge wie: „Ich bin ein Skeptiker, ich glaube nicht daran.“. Es ist großartig, denn jeder auf diesen Events ist total nett. In Bobby Mackey’s Music World dieser eine Typ, der ein Skeptiker war, ist mein seiner Freundin gekommen. Wir waren mitten in einer EVP-Aufnahme, es war todstill. Jeder war angespannt und hat einfach nur die Ohren offen gehalten. Und als wir uns die Aufnahme anhörten, haben wir eine Stimme aufgenommen und alle waren hin und weg. Die Freundin des Typen sagte dann: „Ich glaube daran. Ich glaube ganz fest an das Übernatürliche, aber mein Freund ist ein Skeptiker, er glaubt nicht daran. Könntest du ihm eine Aufnahme machen lassen?“. Ich darauf: „Klar, du kannst das machen. Es könnte passieren.“ Ich habe versucht ihm den Rekorder zu geben: „Hier, warum hältst du ihn nicht? Ich werde nichts machen.“ Und er darauf nur: „Nein, nein, nein. Es ist in Ordnung. Warum stellst du ihn nicht auf den Sessel dort?“. Also habe ich den Rekorder auf den Sessel gestellt. Ich habe eine Frage über Bobby Mackey gestellt: „Hat es dir gefallen, wenn die Band hier gespielt hat?“. Alle waren totenstill. Wir haben die Aufnahme zurückgespielt und bekamen die Antwort: „Ich habe es gemocht, wenn die Band gespielt hat.“. Ich hab den Rekorder genommen und zu den Skeptiker getragen und gefragt: „Hast du’s gehört?“. Er darauf: „Ja. Ich habe es ganz deutlich gehört.“ Es war großartig!

 

T: Das ist fantastisch. Brian und ich sind auch mit einigen Skeptikern zusammen gekommen. Vielleicht, Nick, wenn man vor einer Gruppe von Leuten spricht, wie in deiner Tour, siehst du dich in der Menge um und siehst wie dich die Menschen ansehen. Manchmal, da bekommt das Gefühl, dass dich jemand anders ansieht und im Hinterkopf denkt man sich: „Das ist der Skeptiker der Gruppe, genau da.“. Aber dann findet man heraus, er war niemals der Skeptiker! Er hatte bloß einen bösen Blick aus welchem Grund auch immer. Man könnte denken, dass man Skeptiker an ihrem Blick erkennt, aber meist ist es jemand ganz anderes als erwartet.

 

N: Ja! Ich meine, jeder dort war wirklich in Ordnung und bodenständig, jeder hat sich professionell verhalten. Sie wollten eine Erfahrung machen. Das ist es, was sie wollten. Ich denke, sie wollten nicht einfach nur mich irgendwie treffen; Ich glaube, dass es für sie mehr oder weniger ein Abenteuer ist. Jeder geht seinen eigenen Weg im Leben und niemand ist da, um den Weg zu zeigen. Ich denke, meine Aufgabe ist es zu lernen und zu entdecken und der Welt zu zeigen was ich durchmache und möglicherweise bahnbrechende Beweise zu finden. Ich glaube, einige dieser Leute wollen ein Teil davon sein, was ich sehr faszinierend und toll finde. Also, weißt du, warum nicht? Warum sie nicht mitkommen lassen? Jeden. Und es ist großartig, da ich auch Fragen bei den Q&A gestellt bekomme. Wie in Mansfield, diese junge Frau sagte sie sei eine Skeptikerin: „Ich habe so etwas noch nie gemacht, aber ich glaube auch, dass man manches selbst erleben muss, um daran zu glauben.“. Nicht jeder muss daran glauben, man muss sich nur etwas öffnen und die Dinge in Frage stellen. Und auch das Leben nach den Tod in den Frage stellen; fragen, was als nächstes passiert. Denn eine Antwort darauf haben wir nicht. Wir wissen es wirklich nicht! Und ich denke, dass gerade das so interessant in diesem Gebiet ist.

 

T: Da hast du Recht. Ich denke, dass Menschen den Eindruck haben, an das Paranormale zu glauben würde nur aus einem weißen Laken, der Ketten mit sich herumzieht, bestehen, aber es ist nicht nur das. Es ist viel größer als das. Und das zeigt sich, wenn man beginnt sich mit der Wissenschaft hinter all dem zu beschäftigen. Es geht um die Energie, die zurückbleibt. Wisst ihr, ich denke Events wie deine, Nick, und auch andere Veranstaltungen im gesamten Staat werden das Eis brechen. Und den Leuten die Möglichkeit zu geben, solche Dinge selbst zu erleben, ist mehr als nur das.

 

N: Absolut. Ich glaube es wirklich, denn es wird sehr persönlich, wenn man jemanden mitnimmt. Sie sehen mich nicht mehr nur im Fernsehen, sie sind direkt bei mir. Wir sitzen im selben Boot, an einem Ort, der heimgesucht wird. Und wir gehen durch diese Ereignisse gemeinsam durch, hören die Stimmen gemeinsam, bekommen diese Gefühle gemeinsam. Also denke ich „Ok, steh auf, hör auf fernsehzusehen, komm zu diesem Event und erlebe es selbst.“. Ich glaube, es geht dabei auch darum, das Leben zu erleben. Und das Leben ist ein Abenteuer. Es macht Spaß, jeder genießt es, dabei zu sein und es ist eine gute Gruppe von Menschen. Und das ist im Großen und Ganzen um was es hier geht, und wir lieben es.

 

T: […] Also, nach der Tour, Nick, gibt es da irgendwelche anderen großen Projekte am Weg, über die du uns erzählen kannst?

 

N: Ich produziere gerade ein paar Projekte, über dich ich momentan noch nicht reden kann, aber ich bin wirklich aufgeregt darauf. Ich versuche das Übernatürliche auf eine neue Ebene zu bringen und dabei auch bahnbrechend zu sein. Das ist also mein nächstes Ziel. Ich werde es sehr bald auf Facebook, Twitter und all den Social Media Plattformen verkünden. Ich bin also sehr aufgeregt. Aufgeregt, über den Weg, den ich gerade gehe.

T: Kannst du dir ein Buch in naher Zukunft vorstellen?

 

N: Ich habe ein Buch namens „Chasing Spirits – The Building of the Ghost Adventures Crew“ geschrieben, das vom Verlag Penguin Group veröffentlicht wurde. Man kann es sich überall holen: Amazon, Barnes & Noble, online Kindle,…man kann es einfach googeln und es dort finden oder es auch einfach direkt im Geschäft kaufen. Es erzählt von der ersten Phase meines Lebens. In 1988 hatte ich eine Nahtoderfahrung. Ich bin von einem Baum heruntergefallen, hab meinen Arm verletzt, ich bin beinahe gestorben, aber meine Mutter hat mir das Leben gerettet. Dieses Erlebnis hat mir eine Art Aufgabe im Leben gegeben. Und dann, erzählt das Buch davon, wie ich mich, seit ich noch ein Kind war, schon immer von dem Paranormalen fasziniert war, wie diese immer mehr gewachsen ist bis zu dem Punkt, an dem ich diese Dokumentation machte. 

 

T: Ist deine Familie offen damit umgegangen oder ist es etwas, dass du auf eigene Faust gemacht hast und hast deine Eltern nicht wirklich wissen lassen, dass du dich für das Paranormale interessierst?

 

N: Ja, ich meine, es ist irgendwie lustig, denn ich habe mich für alles Paranormale interessiert, wie etwa UFOs und Aliens. Als ich ein Kind war, ich war etwa 12, habe ich eine Karte gemacht. Mein Vater kam in das Zimmer und ich sagte: „Siehst du das X da? Ich gehe zur Area 51!“. *Lacht* Welcher 12-jähriger sagt so etwas? Es ist verrückt!

 

T: Und was sagt dein Vater darauf?

 

N: Er nur so: „Von was redest du da?!“. Ich denke, dass ich von all dem so fasziniert war, weil meine Großmutter, die Mutter meines Vaters, immer über das Übernatürliche gesprochen hat, vor allem über UFOs. Ich bin in Nashua, New Hampshire aufgewachsen. Ich bin immerzu zu ihr nach Hause gegangen. Aber erst in meiner College Zeit – ich ging auf die UNLV in Las Vegas – habe ich den Weg eingeschlagen, den ich heute gehe. Und ich erinnere mich, dass ich noch während dieser Zeit gemeinsam mit Veronique – meine heutige Ehefrau – zur Area 51 gefahren bin, bis zur Grenze. Ich habe gescherzt: „Vielleicht werden sie mich erschießen, wenn ich meinen großen Zeh über die rote Linie stelle?“ *lacht*. Verrückte Sachen wie das, bis hin nach Virginia City, Nevada. Später traf ich zwei weitere Typen und das ist einfach wie es zu allem gekommen ist. Wir gingen nach Virginia City um diese Dokumentation zu drehen. Zehn Jahre später und hier sind wir. Wir haben uns eine Woche herausgesucht und haben um die ganze Welt herum heimgesuchte Orte besucht. Und das ist eigentlich auch der Grund dafür, warum ich nun meine Gabe verstehe, die Empfindlichkeit, die ich über die Jahre in heimgesuchten Orten entwickelt habe: meine Fähigkeiten, die übernatürliche Seite der Dinge zu berühren. Ich fühlte mich einfach, als ob ich Teil des Magnets wäre, der es den Geistern ermöglicht zu mir zu kommen und durch verschiedene Geräte mit uns zu kommunizieren.

 

T: Als du auf der UNLV studiert hast, Nick, hast du dort tatsächlich ein paar Sachen produziert und gefilmt? War das ein Teil deines Studiums?

 

N: Ich habe mir Filme angesehen seit ich noch klein war. Ich war etwa zehn Jahre alt, als ich mit dem Fahrrad zur Videothek gefahren bin, um mir dort jeden einzelnen Horrorfilm auszuleihen den es auf Videokassette gab. Einmal ging ich zu einem Angestellten und sagte: „Ich würde mir gerne Dr. Giggles ausleihen.“, einen Horrorfilm. Er hat mich angesehen und gefragt: „Weiß deine Mutter, was du dir da ansiehst?“ *lacht*. Ich bin ruhig geblieben und habe geantwortet: „Ja, meine Mutter ist gleich da drüben.“ Und eigentlich war die Frau nicht meine Mutter. Er sagte nur: „Ok.“. Später, als meine Mutter heimkam und sah was ich da anschaute, fing sie an mit mir zu schimpfen. „Was schaust du dir da an?! Bring ihn zurück!“ und sie hat mich angeschrien. Ich war also schon immer an Filmen interessiert. Ich LIEBE Filme. Ich bin ein Film-fanatiker. Wenn man in mein Haus geht sieht man Regal nach Regal mit Filmen. Ich habe mir früher immer abends Filme angesehen, vor allem Horrorfilme. Ich ging aufs College um Filme zu machen und drehte einen Film namens „Malevolence“ und es ist einer dieser Filme, der auf ein großartiges Ende hinausläuft, wie „Pulp Fiction“. Er war irgendwie mein Experiment mit Filmen. Ich habe ihn produziert, ich war Regisseur, ich habe alles damit gemacht.

 

T: Also hast du Pläne wieder vor die Kamera zu gehen, Nick? Oder gewöhnst du dich eher an diese Rolle als hinter den Szenen Typ, der alles ins Rollen bringt?

 

N: Ich mache beides.

 

T: Nick, bevor wir euch gehen lassen, wollen wir uns bei euch bedanken, die Zeit genommen zu haben hier bei uns zu sein. Ich muss jetzt fragen, weil du uns wissen lassen hast, dass du ein Horrorfilm Fan bist. Welcher ist dein Liebling und welcher war am gruseligsten? Es ist eine zweiteilige Frage. Welcher ist dein Lieblingsfilm und bei welcher macht dir heute noch Schwierigkeiten?

 

N: Es ist lustig, denn Horrorfilme sind mir über die Jahre zu viel geworden. Es ist schwierig nur einen auszusuchen, aber vor kurzem habe ich bemerkt, dass der, der mich wirklich getroffen hat, komischerweise „Der Exorzist“ ist. Er hat mich wirklich getroffen. Denn das Gefühl, den eigenen Verstand zu verlieren und irgendein anderes Wesen, oder eine Energie, deinen Körper oder dein Bewusstsein übernimmt, macht mir mehr Angst als alles andere. Es ist schwer ihn anzusehen, sobald man nachts im Bett liegt. Aber ich liebe Filme, ich liebe auch andere Filme wie „Haute Tension“ und Filme anderer Gattungen.

 

T: Und hast du vor kurzem den neuen Thriller „Tusk“ von Kevin Smith mit Justin Long gesehen?

 

N: Ich habe ihn noch nicht gesehen, aber er ist auf meiner Netflix Liste.

 

T: Den musst du dir ansehen. Er ist dunkel, falsch in jeder Richtung, aber fantastisch!

 

N: Ich habe den Trailer gesehen und er war bizarr.

 

T: Ja, das ist er. Bizarr ist eine Art ihn zu beschreiben. Und er ist einer dieser Filme, bei dem man zu Schluss nur noch denkt: „Was zur Hölle?!“. Aber er ist es wert. Ein guter Film.

 

N: Ich liebe psychologische Thriller wie „Haute Tension“, worin man sich einfach selbst verlieren kann. Man weiß nicht was passiert, unveränderliche Dinge geschehen. Das ist genau, wie ich mich manchmal auf heimgesuchten Orten fühle. *Lacht*

 

T: Apropos heimgesuchte Orte. Bevor wir euch gehen lassen, Nick, was steht bei der Tour als nächstes an?

 

N: Was steht uns als nächstes bevor, Lee?

 

L: Eigentlich, nächstes Wochenende, am 2. Mai, werden wir im Missouri State Penitentiary sein. Wir freuen uns so richtig auf diesen Ort. Er ist bekannt als die „blutigsten 47 Hektar Amerikas“ laut dem „Time Magazine“. Ich kann es kaum erwarten diesen Ort zu betreten. Dann, am 11. Juli, werden wir in Spring City bei Pennhurst, Pennsylvanien sein. Auf das freuen wir uns auch schon so richtig. Und ich glaube da gibt es noch ein paar mehr, die wir noch nicht angekündigt haben, aber ganz sicher kommen werden.

 

T: Wo können die Leute sich Informationen über Tickets dafür holen?

 

L: Informationen zu den Tickets werden auf www.nickgrofftour.com bekannt gegeben oder ihr könnt uns auf Facebook, Twitter, Instagram und all das ganze Zeug unter dem Namen „Nick Groff Tour“ finden. Wir halten unsere Fans durch Social Media am Laufenden und veranstalten auch Giveaways, viele solche Sachen. Ich würde also jeden empfehlen uns auf Twitter zu folgen, uns auf Facebook zu finden und ihr habt die Möglichkeiten ein paar Sachen zu gewinnen, unter anderem VIP-Tickets.

 

T: Alles klar. Und, obwohl es nicht Teil der offiziellen Tour ist, werden wir euch Anfang August auf der 6. Jährlichen Michigan Paranormal Convention sehen. Lee Kirkland und Nick Groff. Leute, vielen Dank!“

Transkription, Layout und Revision: Gwen.

Übersetzung: Julia.

Bild zugeordnet: Francine.